Mehr Vorschriften – höhere Mieten

Der neue Richtplan schafft zusätzliche Vorschriften und langwierige Verfahren. Neue Auflagen bremsen dringend benötigte Bauprojekte aus und machen Wohnen in Uster noch teurer.

Mit dem neuen Richtplan sollen bei grösseren Aufzonungen verpflichtend Anteile an gemeinnützigem und preisgünstigem Wohnraum geschaffen werden. Was auf den ersten Blick gut klingt, dürfte in der Realität jedoch das Gegenteil bewirken.

Schon heute sind Bauprojekte in Uster mit zahlreichen Auflagen und langen Verfahren verbunden. In vielen Gebieten gelten Ortsbildschutz-Vorgaben, zusätzlich kommen Anforderungen an Stadtklima, Begrünung, Durchmischung und Freiraumgestaltung hinzu.

Das macht Projekte kompliziert, teuer und blockiert sie oft jahrelang.

Aktuelle Beispiele zeigen, dass selbst nach über zehn Jahren Planungszeit weiterhin Unsicherheit darüber besteht, ob überhaupt gebaut werden darf. Diese Unsicherheit schreckt Investoren ab – dabei braucht Uster dringend neue Wohnungen und private Investitionen.

Für private Grundeigentümer wird es praktisch unmöglich, grössere Projekte überhaupt noch wirtschaftlich umzusetzen. Hinzu kommt zusätzlicher bürokratischer Aufwand: Für viele Grundstücke müssen künftig komplexe städtebauliche Verträge ausgearbeitet werden. Das belastet nicht nur Bauherren, sondern auch die Verwaltung massiv.

Der Richtplan wird damit zu einem überladenen und schwerfälligen Instrument, das den Wohnungsbau verteuert und verzögert. Die Konsequenz: weniger Neubauten und am Ende noch höhere Mieten in Uster.

Andres Ott
Gemeinderat SVP, Uster
Baumeister